Veranstaltungen im SOAL Bildungsforum

Veranstaltungen

Veranstaltungen
Die  Ausstellung zur Projektarbeit mit Ton  in der Kita KoppelKinder e.V. dokumentiert den offenen Prozess der Vorschulkinder.
Ein Fernseher mit Fernbedienung, der Papa auf dem Sofa, ein Gorilla, eine Gruppe Meerjungfrauen, ein Tisch und eine Schale mit Kartoffeln, eine riesige Schlange, ein Hütchen und ein Lolli – So viele Dinge entstanden bei unserem ersten Treffen, so dass Karl sofort die Antwort fand auf die Frage eines anderen Kindes: „Was kann man denn mit Ton machen?“

Die Ausstellung dokumentiert den offenen Prozess einer Projektgruppe der Vorschulkinder in der Kita KoppelKinder e.V. Über einen Zeitraum von sechs Monaten entwickelten die Kinder mit dem Material Ton als Ausgangsmaterial Szenen aus ihrer Erlebniswelt auf unterschiedliche Weise.

Überraschende Gegenstände erweiterten die Gestaltungsmöglichkeiten und regten zu gemeinsamen Austausch und Betrachtung an.

Was machen Kinder mit diesem weichen, formbaren Material? Welche Themen und Prozesse werden fühlbar und sichtbar gemacht? Wie unterstützen sich die Kinder gegenseitig dabei? Welche Haltung nehmen wir als Erwachsene hierbei ein?

Der behutsame Blick über die Schultern der Kinder lädt uns ein, an der Fantasiewelt der Kinder teilzunehmen.

Programm der Eröffnung am 15.01.2015


19:00 Uhr: Begrüßung durch Claus Reichelt (SOAL Gründer, langjähriger Geschäftsführer)

19:20 Uhr: Vorstellung des Projekts durch die Projektleiter_innen und Teilnehmer_innen
Projektleiter_innen: Anna Kerstin Gieseke (Erzieherin, Dipl. Kunsttherapeutin (FH)), Wolfgang Schnaubelt (Heilerziehungspfleger und Sozialpädagoge)

19:40 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Christian Widdascheck (Diplomkunsttherapeut, von der Alice-Salomon-Hochschule)

20:00 Uhr
: Gemeinsames Erkunden der Ausstellung
Termine
15.01.2015 19:00 Uhr SOAL Bildungsforum
Eröffnungsfeier am 15.01.2015 um 19:00 Uhr. Laufzeit der Ausstellung: 15. 01. 2015 bis 30. 04. 2015
Kosten
SOAL Mitglieder: 0,00 €
Extern: 0,00 €
Anmeldung
Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich!
Anmeldefrist: 30.04.2015
Veranstaltungen

Informationsveranstaltung

Mit der Teilnahme an dem anerkannten Qualitätsentwicklungsverfahren SOALQE© entscheiden sich Träger und Einrichtungen für eines der besten Verfahren, das derzeit in Hamburg angeboten und von den zuständigen Behörden mit viel Zuspruch bedacht wird:
Die SOALQE© ist im Einklang mit den Hamburger Bildungsempfehlungen und seit 2004 bis heute in der Umsetzung. Sie ist das einzige Verfahren, das mit einer externen Zertifizierung endet, die alle zwei Jahre erneut erfolgt. Es wird wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Gerd E. Schäfer.  Weitere Referent_innen sind: Angelika von der Beek, Hilke Eden, Dr. Wolf Wedigo Wolfram, Claus Reichelt. Dies ist umso bedeutungsvoller, als dass die Durchführung eines anerkannten Qualitätsentwicklungsverfahrens in Hamburg gesetzlich vorgegeben ist (LRV § 16): Kindertagesbetreuung kann nur ausführen, wer an einem anerkannten Qualitätsentwicklungsverfahren teilnimmt. Diese Vorgabe wird ab 2014 mit der Einführung der Externen Evaluation unterstrichen. Dann werden externe Institute, die sich für die Überprüfung der Qualität akkreditiert haben, in den Einrichtungen die Qualität prüfen und darüber einen Bericht erstellen, der in der hamburgweiten Qualitätsberichterstattung (LRV § 16) seinen Niederschlag findet. Die bisherige fruchtbare Zusammenarbeit mit rund 75 Einrichtungen in sieben Durchgängen haben uns in den vergangenen zehn Jahren viele positive Erfahrungen gebracht und den von uns eingeschlagenen Weg bestätigt: Das Kind als Entdecker und Forscher seiner Welt im Mittelpunkt einer Qualitätsentwicklung entspricht der gegenwärtig bundesweit geführte Diskussion um fortschrittliche Ansätze. Die SOALQE© erfüllt nicht nur die Vorgaben der Hamburger Bildungsempfehlungen, sondern vertieft zahlreiche darin genannte Aspekte. Es gibt also gute Gründe, sich für das anerkannte SOALQE©-Verfahren zu entscheiden!

Über die SOALQE©


Grundlage – Rechte der Kinder
Die Grundlage der SOALQE© ist ein Bildungsverständnis, welches die Bedürfnisse, Interessen und Gestaltungsanliegen der Kinder, orientiert an ihren Lebensperspektiven,konsequent in den Mittelpunkt stellt. Dazu orientiert sich die SOALQE© an folgenden Rechten:

Kinder haben ein Recht auf Bildung ab der Geburt und auf
  •  Erzieher_innen, die ihr pädagogisches Verhalten reflektieren und ihren Umgang untereinander reflektieren
  • Erzieher_innen, die ihre biographischen Lebenserfahrungen hinterfragen
  •  eigene Bildungsprozesse, die von Erwachsenen anerkannt werden, obwohl sie häufig rätselhaft und fremd erscheinen
  • Themen, Umgebungen und Materialien, die entdeckendem Lernen Raum geben
  • Erzieher_innen, die ein vertieftes Interesse an einem Bildungsbereich haben
  • Nachhaltigkeit ihrer Bildungsprozesse
Aufbau – Module
Das Verfahren erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. drei Jahren. In dieser Zeit werden zu den zentralen Bereichen der pädagogischen Arbeit Fortbildungen durchgeführt. Sie haben fünf Schwerpunkte, die in fünf aufeinander aufbauenden Modulen – orientiert an den Rechten der Kinder – vermittelt werden und ein sechstes Modul, in dem die Zertifizierung stattfindet, die alle zwei Jahre erneuert wird.

Prozess – Begleitung
Unser Verfahren gestaltet sich, entsprechend unserem Verständnis von Bildung, sehr prozessorientiert. Die Absicherung der Prozessqualität geschieht durch regelmäßige Austauschtreffen, Einrichtungsbesuche, Beratungsgespräche, Berichte und Dokumentationen.

Termine
28.01.2015 14:00 - 16:00 Uhr SOAL Bildungsforum
Informationsveranstaltung
Kosten
SOAL Mitglieder: 0,00 €
Extern: 0,00 €
Anmeldung
Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich!
Anmeldefrist: 26.01.2015
Veranstaltungen
Dieser Fachtag soll an Hand von Filmen und Referaten in Arbeitsgruppen mehr Informationen und Öffentlichkeit in diese Entwicklung bringen, zu lokalen, regionalen Aktivitäten einladen und als Teil des weltweiten Widerstandes verstanden werden. Transparenz ist von Nöten!
Dank des weltweiten Protestes sind die TTIP (1)-Verhandlungen zwischen den USA und der Europäischen Union (EU) ins Stocken geraten. Die Verhandlungen zu CETA (2) (das Nachfolgemodell von ACTA (3)), dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada stehen unmittelbar vor dem Abschluss mit Konsequenzen für Europa. Bisher geschützte öffentliche Dienstleistungen sollen für private Anbieter geöffnet werden. Sowohl TTIP als auch CETA können im Rahmen des Investitionsschutzes Nationalstaaten, Bundesländern, Gemeinden und Bürgern viel Ärger machen: Sofern Unternehmen mit Sitz in Kanada (also auch viele europäische Konzerne mit kanadischen Tochterunternehmen) ihre Interessen gefährdet sehen, könnten sie EU-Mitgliedsstaaten vor internationalen Schiedsgerichten verklagen. Das hört sich vielleicht noch weit weg an. Jedoch ist die Tatsache ungeheuerlich, dass auch Kultur und Bildung wie Wirtschaftsgüter oder Bodenrechte als „Handelsware“ Bestandteil von internationalen Handelsabkommen der EU erklärt werden, und könnte perspektivisch die Bildungslandschaft in Europa und den Nationalstaaten verändern. Auch wenn es zunächst nicht so scheint, sind international bekannte Bildungsunternehmen (Bertelsmann) und Vereinigungen (OECD) in diese Bemühungen verflochten und als Global Player einbezogen. Mit legitimem Verweis auf internationalen Wettbewerb und Abkommen könnte die zukünftige Elite auf Grund von Kompetenz- oder Qualitätskriterien „entdeckt“ werden. Was in frühkindlichen Bildungsbestrebungen sinnvoll ist, könnte das Ziel haben, den weltweiten Mangel an kreativen Fach- und Führungskräften anzugehen.

1. TTIP – Transatlantisches Freihandelsabkommen
2. Ceta: Comprehensive Economic and Trade Agreement
3. ACTA: Anti-Counterfeiting Trade Agreement, kurz ACTA, ist ein geplantes multilaterales Handelsabkommen auf völkerrechtlicher Ebene.
Termine
19.03.2015 14:00 Uhr - 17:00 Uhr SOAL Bildungsforum
Kosten
SOAL Mitglieder: 0,00 €
Extern: 10,00 €
Anmeldung
Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich!
Anmeldefrist: 05.03.2015
Kinder entdecken viel und erfinden gleich Geschichten. Anlässlich eines Waldtages erblicken die Kinder einen umgestürzten Baum, der „Aua“ hat, oder sie sehen eine „müde“ Lok im Eisenbahnschuppen stehen. Sie leiden und (er)leben mit, wie es Menschen und Sachen geht.
„Die Lok steht im Lokschuppen, weil sie müde ist. Sie steht da und schläft und man darf sie nicht wecken. Warum darf man sie nicht wecken? Weil sie dann böse wird und dann wird sie schwarz.“ - Kinder aus dem Kinderladen Kegelhofstr.46 e.V.

Das sind Modelle, die Welt zu erklären und zu verstehen – auch wenn vieles davon Erwachsenen verborgen und unverständlich bleibt. So entdecken Kinder ihre Welt und das schauen sie sich auch noch gerne an, um miteinander neue Geschichten zu erfinden und das Garn weiter zu spinnen. Drei Einrichtungen aus Hamburg, der „Kinderladen lille Hüs e. V.“ in Volksdorf, der „Kinderladen Kegelhofstraße 46 e.V.“ in Eppendorf und „Die Schatztruhe e.V.“ in Ottensen (alle SOALQE© zertifiziert) zeigen, wie sie diese herrlichen Erlebnisse sowohl für Kinder und Eltern als auch für das Team auf sehr unterschiedlichen Wegen sichtbar machen und für Elterngespräche und Teamreflexionen nutzen.
 
Kleinkinderladen Kegelhofstr. 46 e.V.: „Wir wollten die Interessen der Kinder festhalten. Damit sie sie auch vor Augen haben und darüber sprechen können. Es gibt die verschiedensten Themen, von den Automarken bis hin zum Essen. Wir haben auch ein Fotobuch mit Lebensmitteln. Wir haben es angelegt, weil die Kinder immer wieder gefragt haben: „Was gibt es zu essen?“ Damit die Kinder sich ein Bild davon machen konnten, haben wir Fotos davon gemacht, z. B. von Karotten oder Kartoffeln oder Suppe. Dann wussten sie beispielsweise, dass es Nudeln mit Fleisch gibt und sie haben darüber gesprochen.“

Die Schatztruhe e.V.: „Die Interessen der Kinder kommen auch in den Ich-als-Kind-Büchern zutage. Unsere Beobachtungen spielen in den Elternsprechstunden eine wichtige Rolle. Der Anlass war immer Transparenz, Erinnern und Wertschätzen. Wir haben mit kleinen Digitalkameras angefangen. Davon hatten wir drei, in jeder Gruppe eine. Erst haben wir nur Fotoabzüge gemacht, keine Bücher. Zu den Büchern sind wir später gekommen. Wir haben die Fotos immer ausgehängt. Es ging auch darum, zu zeigen, wie diese Prozesse sind, wenn die Kinder spielen. Warum es so wertvoll ist, was Kinder alltäglich tun. Und dies auch Eltern vorzustellen und auch im Team, wenn wir uns mit Bildungsprozessen beschäftigen.“

Kinderladen lille Hüs e.V.: „Wir haben auch beobachtet wie dieser Kran aufgebaut wird, das finden unsere Kinder total spannend. In der Kita haben wir Bauwesten. Die Kinder ziehen sie sich über und spielen dann Baustelle nach. Die meisten Aufnahmen entstehen durch unsere Erlebnisse auf unseren Ausflügen und bei unseren Beobachtungen, wie diese Baustellengeschichte, oder hier der Aua-Baum (ein Baum, der im Wald umgekippt ist und deshalb „Aua“ hat).“

Ausgestellt werden Foto-Dokumentationen, Ich-als-Kind-Bücher aus dem SOALQE©-Verfahren, selbst erstellte Bildbände mit und für Sprachanlässe und vieles mehr. Die ausstellenden Einrichtungen möchten die festgehaltenen Entdeckungen der Kinder sichtbar machen und zum „Nachmachen“ und Erfahrungsaustausch einladen.
Termine
07.05.2015 19:00 Uhr SOAL Bildungsforum
Laufzeit der Ausstellung: 07. 05. 2015 bis 31. 07. 2015
Kosten
SOAL Mitglieder: 0,00 €
Extern: 0,00 €
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